• MAI 2026
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Ladeinfrastruktur, die mit der Nachfrage mitwächst

Mit über zwei Millionen rein batterieelektrischen Pkw hat die Elektromobilität in Deutschland Anfang 2026 eine neue Schwelle überschritten. Das Kraftfahrt-Bundesamt meldete zum 1. Januar 2026 insgesamt 2.034.260 in deutschen Zulassungen. Mit dem Bestand wächst auch die Nachfrage nach Lademöglichkeiten in Tiefgaragen, Parkhäusern und auf Mitarbeiterparkplätzen, doch der Engpass liegt selten beim Stellplatz, sondern in der bestehenden Elektroinstallation. Beengte Hauptverteilungen, knappe Trassen und volle Verteilerschränke machen herkömmliche Installationen mit einer eigenen Zuleitung pro Ladestation zur logistischen Herausforderung. Auf der Power2Drive 2026 in München, die vom 23. bis 25. Juni stattfindet, zeigt Wieland Electric in Halle C6 an Stand 576, wie sich mit dem Flachleitungssystem podis® eine dezentrale Energieverteilung für Ladestationen aufbauen lässt, die Material, Platz und Installationszeit deutlich reduziert und zugleich Spielraum für künftige Erweiterungen lässt.

(Foto 1: Tiefgarage für eine mobile Zukunft) Eine Versorgungsleitung, viele Ladepunkte: Mit podis® kann eine Vielzahl an Ladestationen dezentral an einer einzigen Flachleitung versorgt werden.

Eine Versorgungsleitung für viele Ladepunkte

Das Prinzip der dezentralen Energieverteilung kehrt die klassische Logik der Stromverteilung um. Statt jede Ladestation einzeln vom Verteiler aus zu versorgen, werden die Ladepunkte über einen einzigen Leitungsstrang angebunden. Anschlussmodule greifen die Energie an der gewünschten Stelle dezentral ab, womit gegenüber einer herkömmlichen Installation der Materialeinsatz, der Platzbedarf im Schaltschrank und die Brandlast zurückgehen. Das System ist für 690 V / 63 A ausgelegt und kann unter definierten Bedingungen auch mit höheren Strömen betrieben werden. Die Schutzart IP65 gewährleistet einen zuverlässigen Betrieb in Tiefgaragen und Parkhäusern. Zusätzlich ermöglichen der integrierte UV-Schutz sowie ein ergänzender Witterungsschutz den sicheren Einsatz des Systems im Außenbereich. Die Durchdringungskontakte machen das Abmanteln und Abisolieren der Leitung überflüssig, was die Erstinstallation und Erweiterungen gegenüber der konventionellen Installation deutlich beschleunigt.

(Foto 1: Dezentrale Energieverteilung) Der dezentrale Aufbau mit podis® reduziert Material, Platzbedarf im Verteilerschrank und Brandlast gegenüber einer klassischen Sterninstallation.

Flexible Erweiterung

Der große Vorteil des dezentralen Ansatzes liegt in seiner Erweiterbarkeit. Ein einmal verlegter Leitungsstrang kann zunächst mit wenigen Ladepunkten in Betrieb genommen und später um zusätzliche Anschlussmodule ergänzt werden - ohne Anpassungen an der Hauptverteilung. Damit lässt sich die Ladeinfrastruktur an die tatsächliche Nachfrage anpassen, was gerade dort Planungssicherheit schafft, wo die Hochlaufkurve der E-Mobilität nicht vorhersehbar ist. Bauherren können heute eine Grundausstattung realisieren, die morgen ohne aufwendige Eingriffe in den Bestand erweitert wird, und Eigentümer reduzieren das Risiko, eine teure Vorabinvestition zu tätigen, deren tatsächliche Auslastung erst Jahre später feststeht. 

Steckbar oder konventionell

Die Anbindung der einzelnen Ladestationen an die Flachleitung erfolgt wahlweise konventionell oder über das steckbare Rundsteckverbindersystem RST® von Wieland Electric. Am konventionell anschließbaren Anschlussmodul können Leiter bis 16 mm2 angeschlossen werden und es ist für einen Bemessungsstrom von bis zu 63 A ausgelegt, womit es für Ladestationen mit bis zu 22 kW bestens geeignet ist. Das steckbare Anschlussmodul mit RST® verkürzt die Montagezeit, da die Verbindung zur Ladestation werkzeuglos hergestellt wird. Für besondere Anwendungsfälle steht ein Anschlussmodul mit Doppelausgang zur Verfügung, das zwei Verbraucher über einen einzigen Abgriff bedient und so ein zusätzliches Modul einspart. Das Portfolio wird durch Absicherungsmodule erweitert, die die nach IEC 60364-7-722:2018 geforderten Überstrom- und Fehlerstromschutzeinrichtungen bereits vollständig vorverdrahtet integrieren. Damit erhalten Installateure eine sofort einsatzbereite, normkonforme Lösung für die Endstromkreise von Ladestationen. Ergänzend sorgen Überspannungsschutzmodule für ein zusätzliches Plus an Sicherheit und Anlagenverfügbarkeit.

Power2Drive 2026

Das podis®-System ist unabhängig vom Hersteller der Ladestation einsetzbar. Bauherren und Betreiber können damit aus einem breiten Portfolio wählen, ohne sich an ein geschlossenes System zu binden, was die Lösung für Bestandsprojekte ebenso interessant macht wie für Neubauten. Auf der Power2Drive 2026 in München zeigen die Wieland-Experten am Stand 579 in Halle C6 die podis®-Komponenten live zum Anfassen.

PRESSE KONTAKT

Daniela Kapitz
Event- & Kampagnenmanagerin
Phone: +49 (951) 9324 – 291
E-Mail: daniela.kapitz@wieland-electric.com 

Wieland_Messe-power2drive-EV-Charging-26-05-12.pdf

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